Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, die im Grunde auf einer sanften Selbsthypnose beruht, mit der auch vegetative Körperprozesse beeinflusst werden können. Autogenes Training bietet, wenn die Technik nach einer Lernphase erst einmal beherrscht wird, auch im Alltag die Möglichkeit, in kurzer Zeit einen intensiven Entspannungsprozess herbeizuführen.
Im Gegensatz zur einfachen Entspannung, die ansonsten durch passives Ausruhen erreicht werden kann, lässt sich mithilfe des Autogenen Trainings eine Art “aktiver Entspannung” erreichen. Aktiv bezeichnet in diesem Zusammenhang, dass unwillkürliche körperliche Empfindungen, etwa Wärme oder Schwere, willentlich beeinflusst und gezielt herbeigeführt werden. Hierdurch ist es möglich, den Entspannungsprozess zu konzentrieren und den Zeitbedarf für die Entspannung zu minimieren.
Wenn die Technik einmal erlernt ist, dann lässt sie sich auch im Alltag anwenden. Ein beeindruckendes Beispiel für die extrem schnelle Wirkung des Autogenen Trainings bieten Sportler wie die Biathleten. Nach extremer körperlicher Anstrengung durch Skilanglauf müssen diese innerhalb kurzer Zeit ihre Herzfrequenz absenken und sich stark konzentrieren, um den Schießwettkampf erfolgreich zu bestehen. Biathleten erreichen dies durch die Anwendung von Autogenem Training. Genauso ist es auch im Alltag möglich, sehr kurzfristig und an jedem Ort eine Entspannung durch Autogenes Training zu erreichen.
Aber im Alltag hilft Autogenes Training nicht nur bei der Entspannung. Auch die Konzentrationsfähigkeit und die persönliche Leistungsfähigkeit lassen sich durch Autogenes Training massiv und effektiv steigern. Die Technik der sanften Selbstsuggestion ermöglicht es, Energien zu konzentrieren und gezielt freizusetzen.
Autogenes Training ist innerhalb weniger Trainingseinheiten unter Anleitung zu erlernen und lässt sich danach Gewinn bringend im Alltag einsetzen, wo es zu der Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.